Pärnu

Pärnu ist die Sommerhauptstadt Estlands, ein Kurort und gleichzeitig eine Kulturstadt mit vielen Museen und Musikfestivals. Schattige Parkanlagen, langer Sandstrand und gute Restaurants sowie Wellness-Zentren machen den Aufenthalt angenehm. Die Gegend von Vändra ist die Heimat vieler Personen, die eine entscheidende Rolle in der Zeit des kulturellen "Erwachens" der Esten (2. Hälfte 19. Jh.) gespielt haben, wie z.B. die Dichterin Lydia Koidula oder Robert Jakobson, dessen als fortschrittlichster Bauernhof ausgebaute Farm in Kurgja besucht werden kann. Hier werden noch estnische Pferde in Tori gezüchtet. Die Wassermühle von Viisireiu arbeitet noch heute. In Sindi, stellt das Museum die Geschichte der örtlichen Textilfabrik vor. Das Dorf Pulli gilt als jener Ort, wo vor 9 Tausend Jahren Spuren einer ersten Siedlung gefunden wurden. Am Ufer vom Flusses Reiu bei Silla findet man eine Badestelle und eine Freilichtbühne. In der aus dem frühen 13. Jh. stammende Kirche von Mihkli predigte einst der spätere Chronist, der Lettische Henrik. Auf der Sumpfinsel sind noch die Reste der Bauernburg Soontaga zu sehen. In Lavassaare befindet sich ein Eisenbahnmuseum. Das Zentrum für Fahhradfahrer ist im Gutshof Oidrema . Das Zentrum eines weiteren Naturschutzgebietes Nigula befindet sich in Vanajärve. Obwohl die Fahrt auf die Insel Kihnu von Pärnu aus ziemlich lang ist (1,5 Stunden), lohnt es sich, denn dort haben sich viele Traditionen erhalten - der Dialekt, Bräuche, Trachten, archaisches Handwerk, Tänze und Lieder. Der Kulturraum von Kihnu gehört zum geistlichen und mündlichen Welterbe des UNESCO.